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24.08.2019 : 21:07

Königin der Instrumente

Die 3394 Pfeifen der 50 Jahre alten Wetzlarer Domorgel sind zwischen zehn Millimeter und sieben Meter lang, und die größten wiegen 80 Kilogramm.

Die Materialien der  kleineren Pfeifen bestehen aus Metall (Zinn und Blei, aus Zink sind die 16 Fuß-Pfeifen) oder Eichenholz.

 

Die Sandsteinmauern des Wetzlarer Wahrzeichens sowie Industrie- und Verkehrsstäube haben die umfangreichen Reinigungsarbeiten nötig gemacht. Für die Renovierung der Ventile und Bälge bauten die Orgelbauer gegerbte Tierhäute von Rind, Ziege und Schaf ein.

Die Orgel besteht aus 49 Registern. Ein Register besteht aus einer Pfeifenreihe vom tiefsten bis zum höchsten Ton, die einen gleichartigen Klangcharakter hat. Die Register sind noch mal in vier Gruppen unterteilt, die so genannten Werke.

Trakturen sind bewegliche Winkel, die im rückwärtigen Teil der Orgel sitzen. Sie sind dafür zuständig, dass die von der Klaviatur erzeugten Töne mit Hilfe von Wellen auf die Breite der Orgel – also auf die jeweiligen Pfeifen – verteilt werden.

Im rückwärtigen Teil der Orgel verlaufen auch die grau gestrichenen Windkanäle. Sie stellen eine Verbindung zwischen dem Hauptblasebalg und den Windladen dar, auf denen die Pfeifen stehen.

Ein Gebläse erzeugt einen Luftstrom, der durch die Windkanäle in die so genannten Windladen gelangt. Wird eine Taste der Orgel gedrückt, öffnen sich kleine Ventile, so dass für den Luftstrom der Weg frei ist aus der Windlade in die Pfeifen.

Diese arbeitsintensiven und kostenaufwendigen Maßnahmen beliefen sich auf rund 92.000 Euro. Die Restaurierung wurde nach nur drei Monaten abgeschlossen.

Diese arbeitsintensiven und kostenaufwendigen Maßnahme beliefen sich auf rund 92.000 Euro. Die Restaurierung wurde nach nur drei Monaten abgeschlossen.