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21.08.2017 : 6:26

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Wetzlarer Wahrzeichen aus Fichtenholz

Firma Meyer spendet Dombauverein Anschauungsmodell

 

Wetzlar (wv) Seit Anfang April verfügt der Wetzlarer Dombauverein offiziell über ein eige-nes Modell des Wetzlarer Wahrzeichens. Im Gegensatz zu seinem großen Vorbild besteht die Nachbildung aus vielen hölzernen Einzelteilen. Im Rahmen einer Feier im Neuen Rathaus, überreichte Schreinermeister Günther Meyer, Inhaber der Bau-und Möbelschreinerei Meyer, Emil & Sohn aus Wetzlar- Dalheim, das hölzerne Bauwerk an Ruth Viehmann, Vorsitzende des Dombauvereins.

Der Vorstand hatte sich schon vor längerer Zeit dafür ausgesprochen, ein Anschauungsmo-dell des Wetzlarer Wahrzeichens aus Holz bauen zulassen und damit die Firma Meyer be-auftragt. „Mit dieser Aktion wollten wir den Dom im Kleinformat zu den Menschen bringen, nicht nur um sie auf die baulichen Besonderheiten aufmerksam zu machen, wir versprechen uns auch, damit Spenden und Mitglieder zu gewinnen“, betonte Ruth Viehmann, als sie auf die hohen Renovierungskosten des Domes verwies. Um so größer war die Freude, als aus dem Auftrag eine Spende wurde. „Als alteingesessener Wetzlarer Handwerksbetrieb liegt auch uns das Wahrzeichen der Stadt am Herzen, daher spenden wir ihnen den Mini-Dom aus Holz, sehen sie ihn als unseren Beitrag zur Erhaltung seines großen Bruders“, erklärte Meyer bei der Übergabe.

Weit über 100 Stunden hatten die Mitarbeiter an dem Modell gearbeitet, das jetzt im Maßstab eins zu siebzig im Foyer des Rathauses steht. „Dabei war die Erfassung der genauen Maße und Konturen an dem mit baulichen Besonderheiten reichen Bauwerk besonders zeitaufwen-dig“ erzählt der Firmenchef. Neben den vorhandenen Zeichnungen haben wir das historische Bauwerk von allen Seiten im Foto festgehalten. Dabei sind wir auf immer neue Ansichten ge-stoßen. Kleine Nischen und Erker, die zu berücksichtigen waren. Anschließend wurde aus dem ganzen Material eine 3D-Comtupter-Simulation erstellt, die als Bauplan diente. Nach-dem der Grundriss auf der rund 90 Quadratzentimeter großen Platte festgelegt war, konnte der Aufbau beginnen. Aus Fichte und Sperrholzplatten wurden die zahlreichen Einzelteile gefer-tigt, dann geleimt und teilweise mit Dübeln verbunden.

Das Modell hat einen speziellen Anstrich. Damit kann es von Besuchern auch schadlos be-griffen und feucht gereinigt werden. „Beim Hessentag werden wir das neue Modell unseres Wetzlarer Wahrzeichens erstmals publikumswirksam vorstellen. Aber auch bei anderen Groß-veranstaltungen der Stadt soll das Kunstwerk aus Holz präsent sein“, betonte Ruth Viehmann, als sie auf die vielfältigen Aktivitäten des Dombauvereins verwies. Lobende Worte für das gelungene Modell gab es auch von Ingeborg Schäfer (Wetzlar), die als Vertreterin der Deut-schen Stiftung für Denkmalschutz zur Übergabefeier gekommen war. Foto: Volkmar

Bildtext: Der Mini-Dom aus Holz wurde übergeben: v.l. Rolf Ketzer, Ingeborg Schäfer, Ruth Viehmann, Günter Meyer und Peter Hilgers

 

16.04.2012 12:12 Alter: 5 Jahre