Sie sind hier: News
DeutschEnglishFrancais
20.11.2019 : 1:23

News

News

Der Dom ist wichtig für unsere Stadt

Rolf Ketzer setzt sich für Erhalt ein Wetzlar.

„Es ist immer was zu tun am Dom", lacht Rolf Ketzer und hat trotz der „ewigen Baustelle" Dom nie seinen Humor verloren. Seit 1988 engagiert er sich mit Leib und Seele ehrenamtlich für den Wetzlarer Dombau-Verein und ist als Schatzmeister für die finanziellen Angelegenheiten zuständig. Rolf Ketzer setzt sich für Erhalt ein. Da hat es auf jeden Fall den richtigen getroffen, denn Rolf Ketzer ist Bankkaufmann durch und durch. Der 1936 in Wetzlar geborene Ketzer hat sein Leben lang bei der Sparkasse Wetzlar gearbeitet. Die letzten 20 Jahre als Leiter in der Filiale am Domplatz. Dort, wo er vor 45 Jahren seine Lehre begann. „Mein Engagement ist eng mit der Sparkasse Wetzlar verbunden. Denn es ist die Philosophie des Hauses, dass sich die Mitarbeiter auch ehrenamtlich engagieren. Als Ende der 80er Jahre ein Schatzmeister für den Dombau-Verein gesucht wurde, fragte mich der damalige Vorstandsvorsitzende Eberhard Schneider, ob das nicht etwas für mich wäre, da ich mit der Filiale so nah am Dom war." Er habe zugesagt und sei als Schatzmeister in den Vorstand gewählt worden. „Heute bin ich mit Leib und Seele dabei und habe noch viel vor", sagt der 73-Jährige.

„Es braucht schon einiges, um Renovierungen oder Sanierungen zu bezahlen"

Fast jeden Tag gebe es etwas zu tun für den Verein: Seien es Besprechungen, Telefonate, Fragen von möglichen Spendern beantworten, Spendenbescheinigungen ausstellen oder die Anlage der vereinseigenen Gelder zu überwachen. So sucht Ketzer immer die besten Finanzmöglichkeiten, damit der Verein auch kurzfristig handeln kann. „Es kann immer mal etwas am Dom passieren und es ist selbstverständlich, dass der Verein mit den nötigen finanziellen Mitteln dann zur Verfügung steht." Mittlerweile zählt der Verein 325 Mitglieder.Als Rolf Ketzer seine Mitgliedschaft unterzeichnete, waren es nur rund 50 Bürger. Damals habe Ketzer gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Nicht nur er trat ein, sondern auch seine Frau Gertrud, mit der er im vergangenen Jahr die goldene Hochzeit feiern konnte, und die Töchter Christina und Michaela. „Der Dom ist so wichtig für unsere Stadt und das nicht nur in touristischer Hinsicht." Von den sechs Euro Jahresbeitrag, die die Mitglieder zahlen, könne der Verein seine Ausgaben für den Dom nicht schultern. Viele Menschen spenden für den Erhalt des Domes oder verzichten bei runden Geburtstagen auf Geschenke und geben das Geld an den Verein. „Es braucht schon einiges, um Renovierungen oder auch komplette Sanierungen zu bezahlen. Die letzte große Summe wurde Mitte der 90er Jahre investiert, als das Dach mit Schiefer neu eingedeckt werden musste". Von den damaligen Kosten in Höhe von rund 800 000 Mark habe der Verein 300 000 geschultert. „Das ist für einen Verein eine enorme Summe", so Ketzer. Wenn Rolf Ketzer einmal nicht für den Dombau-Verein tätig ist, kümmert er sich um seinen Garten und sein Haus in Niedergirmes. Aber auch sportlich muss es im Hause Ketzer zugehen: Da wird Tennis gespielt, mehrmals in der Woche das Fitnessstudio aufgesucht und im Urlaub Ski gefahren. Daneben ist Ketzer seit 1946 im Fußballverein Sportclub 1923 Niedergirmes und dort über 25 Jahre als Kassierer tätig gewesen. Für den Dombau-Verein wünscht sich Ketzer, dass es weiterhin so harmonisch im Vorstand verläuft und sich Menschen finden, die sich ehrenamtlich der Sache wegen engagieren.

Als Schatzmeister des Wetzlarer Dombau-Vereins hat Rolf Ketzer immer eine Hand am Dom und ein Auge auf die Finanzen des Vereins.


(Foto: Janssen-Mignon, wnz vom 14.02.2010)

14.02.2010 08:00 Alter: 10 Jahre